Brennpunktmodul (PhD) «Ökonomie und Politik der Bildung»

am 15. und 16. Mai 2017, 9 Uhr-ca. 17:00 Uhr
Universität Zürich, Institut für Erziehungswissenschaft, Raum FRE D20

Dozenten: Christian Grabau (Universität Tübingen), Lukas Graf (Universität St. Gallen), Michael Geiss (Universität Zürich)

Welche Formen von Bildung möglich sind, hängt stark von politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab. Dies gilt für schulische wie für ausserschulische Bildungsprozesse, für individuelle Welterschliessung wie für das Lernen in Gemeinschaft. Die zunächst einmal unstrittige Grundannahme wirft aber eine Reihe vielschichtiger Fragen auf, sobald die Konstitution von Ökonomie, Politik und Bildung und ihre Beziehung zueinander einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Dieses Problemfeld soll im Zentrum des PhD-Moduls stehen.

Durch die zweifache Ausrichtung auf Ökonomie und Politik werden zwei Formen der Strukturierung des Sozialen greifbar, in denen Individuen und Organisationen ihr Handeln koordinieren. Entsprechend geht es darum, angemessene Zugänge zur Frage der gesellschaftlichen Funktion von Erziehung und Bildung zu erörtern. Von der Sozial- über die Schul- und Sonderpädagogik bis hin zur Berufs-, Hochschul- und Lehrerbildung soll das zweitägige Brennpunktmodul eine differenzierte Auseinandersetzung mit der angezeigten Problematik anregen, die nicht nur die einzelnen Projekte zueinander in Beziehung setzt, sondern auch im Institut für Erziehungswissenschaft thematische Schnittflächen aufzeigt, an denen in Zukunft weitergearbeitet werden könnte.

In drei Inputreferaten widmen sich Christian Grabau (Universität Tübingen), Lukas Graf (Universität St. Gallen) und Michael Geiss (Universität Zürich) in theoretischer Hinsicht der Ökonomie und Politik der Bildung. Während Grabau sich dem Gegenstand aus bildungstheoretischer Perspektive nähert und vor allem auf die aktuelle französischsprachige politische Philosophie rekurriert, diskutieren die anderen beiden Referenten das Thema vor dem Hintergrund aktueller politologischer und soziologischer Zugänge. Besonders die politische Ökonomie des Bildungswesens und die Frage der sozialen Einbettung der Privatwirtschaft und kollektiver Akteure werden in diesem Zusammenhang erörtert.

Die teilnehmenden Doktorierenden werden zudem gebeten, in 10-30 Minuten aus ihren theoretischen oder empirischen Projekten heraus ebenfalls Stellung zu der Thematik zu nehmen. Hilfreich wäre es, wenn bereits im Vorfeld (bis Ende April 2017) ein Abstract von max. einer halben Seite zu den jeweiligen Dissertationsprojekten vorliegt. Zudem wird unter https://lms.uzh.ch/url/RepositoryEntry/16196469372 ein kleiner Semesterapparat eingerichtet, in dem die Grundlagentext zu dem Modul ebenfalls mindestens zwei Wochen vor der Veranstaltung bereitgestellt werden. Externe Teilnehmende können die Unterlagen über einen OLAT-Gastzugang herunterladen.

Kontakt: hc.hz1508528531u.efi1508528531@nebe1508528531lstie1508528531bra1508528531