Inklusion als Chiffre? CfP Sektionstagung Historische Bildungsforschung, Bielefeld 30. 9. 2019 – 2. 10. 2019

Betrachtet man die Entwicklungen der letzten Jahre, so ist Inklusion in Deutschland als eine im schulischen wie gesellschaftlichen Kontext anvisierte Norm in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Präsent ist die Thematik im nationalen wie internationalen Diskurs zwar bereits seit knapp einem halben Jahrhundert u.a. in den systemtheoretischen Reflexionen Luhmanns aus den 1980er Jahren. Erst jüngst ist diese jedoch – angestoßen durch bildungspolitische Impulse – national zu einem breit diskutierten Feld mit vielfältigen Konnotationen, Kollokationen und Semantiken expandiert, das in seiner Gesamtheit eher als Gemengelage denn als konsistente Einheit erscheint. Ausgehend von dieser Vielseitig- und Unübersichtlichkeit des Themas kann die Frage gestellt werden, ob der gegenwärtige Diskurs Inklusion bereits hinreichend reflektiert oder ob er blinde Flecken hinterlässt und bestimmte Perspektiven ausklammert. Dies gilt auch für dessen bildungshistorisch orientierte Bereiche.Der Blick auf Inklusion als Chiffre soll demgemäß als metaphorischer Zugriff dienen, mit dem bislang vernachlässigte Wege ihrer Dechiffrierung variantenreich aufgedeckt werden können.

CfP_Inklusion als Chiffre_DE

CfP_Inclusion as Cipher_EN

Pädagogisierung des ‹guten Lebens›

Die Selbstpädagogisierung der Gesellschaft wird in der Gegenwart vielfach offenkundig. So erhalten Kindergärten Labels, wenn sich die Kinder genügend bewegen, Schulen vermitteln den angeblich richtigen Umgang mit Medien oder der sog. Informationsflut. Diese und andere Massnahmen zielen auf die Befähigung der Kinder, ein „gutes Leben“ zu führen. Eine derartig ausgerichtete Pädagogisierung beschränkt sich aber nicht auf das Kindesalter. An schulischen sowie ausserschulischen Orten werden auch Erwachsene erzogen. „Pädagogisierung des ‹guten Lebens›“ weiterlesen

6. Zürcher Werkstatt Historische Bildungsforschung

Die Zürcher Werkstatt Historische Bildungsforschung ist eine Tagung für Doktorierende, an der grundlegende Fragen der bildungshistorischen Forschungstätigkeit anhand konkreter Dissertationsprojekte diskutiert werden können.

Die Tagung wird begleitet durch Prof. Dr. Edith Glaser (Universität Kassel) und Prof. Dr. Patrick Bühler (Fachhochschule Nordwestschweiz). Sie findet am 25. und 26. April 2019 am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich statt.

Call for Papers und weitere Informationen finden Sie hier.

Programm für das 12. Forum junger Bildungshistoriker*innen

Die Sektion Historische Bildungsforschung der DGfE veranstaltet vom 27.–28. September 2018 an der Universität Wien eine Nachwuchstagung mit verschiedenen Workshops.

Eine Teilnahme ist nach formloser Anmeldung bis am 31. Juli an ta.ca1553155896.eivi1553155896nu@mu1553155896rofsh1553155896cuwhc1553155896an.fb1553155896h1553155896 erwünscht.

Weitere Informationen im Programm:

ProgrammFJBH

 

Vernissage & Ausstellung: Pädagogik feiert an der UZH

Die Pädagogik feiert an der Universität Zürich

Das ehemalige Pädagogische Institut der Universität Zürich wurde am
18. Januar 1968 gegründet. Pädagogische Lehrveranstaltungen gehen jedoch bis in die Gründungszeit der Universität Zürich zurück.

Nach der Schaffung der Ausbildung für Gymnasial- und Sekundarlehrer/innen in den 1860er-Jahren und der Sonderpädagogik in den 1920er-Jahren wurde die Pädagogik an der Universität Zürich sukzessive ausgebaut. Das Institut für Erziehungswissenschaft trägt seinen jetzigen Namen mit der Fusion des Instituts für Sonderpädagogik seit 2009 und repräsentiert seit 2012 nach dem Zusammenschluss mit dem Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik die gesamte universitäre Erziehungswissenschaft.

Auf der Website www.pädagogik-feiert.uzh.ch kann die Geschichte der Pädagogik an der Universität Zürich nachverfolgt und im Lichthof der Universität Zürich in Form einer Ausstellung vom 25. bis 29. Juni 2018 während des Kongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL) bestaunt werden.

Einladung zur Vernissage

Montag, 25. Juni 2018, 17:30 Uhr Hörsaal KOL-F-118 Universität Zürich

Anmeldung unter: http://tiny.uzh.ch/NW

 

Hier geht’s zum Programm:

IfE Jubilaum_Padagogik feiert an der UZH_Einladungsflyer

Pädagogik feiert an der UZH – Save the Date

Im Jahr 1968 wurde das Pädagogische Institut der Universität Zürich formal gegründet.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums erarbeitet ein Projektteam am Institut für Erziehungswissenschaft der UZH eine digitale Publikation zur Geschichte der Pädagogik an der Universität Zürich sowie eine Ausstellung im Rahmen des SGBF-Kongress vom 27. bis 29. Juni 2018 in Zürich.

Die Ausstellung wird am späteren Montag Nachmittag, 25. Juni 2018, eröffnet werden.

Weitere Informationen:

http://www.ife.uzh.ch/de/jubilaeum.html

Irma Hadzalic about „the economies of education“

Irma Hadzalic (Universität Luxemburg) spricht am Kolloquium für Berufs- und Wirtschaftspädagogik zum Thema:

„The Economies of Education: Steel and Iron Corpor(n)ations and the Emergence of the Modern Welfare in Luxembourg and Minas Gerais (ca. 1910-1960)“

Zeit & Ort:

13. März 2018,

12.15-13.45 Uhr,

Universität Zürich, KAB E 03, Kantonsschulstrasse 3, 8001 Zürich

 

Abstract:

Established in 1911, the steel company ARBED (Aciéries réunies de Burbach-Eich-Dudelange) became the Luxembourgian representative of economic and social progress at the beginning of the twentieth century. ARBED’s leaders introduced a series of social initiatives that served as a means of strengthening worker loyalty to the company, ensuring the workers’ productivity and thereby the company’s financial gain. ARBED’s socio-economic activities were not limited to the Grand Duchy, however. Right after the First World War, the company was in urgent need of global expansion. (Un)fortunate circumstances and political connections allowed ARBED to expand into the Brazilian state of Minas Gerais where, in 1921, they established the Companhia Siderúrgica Belgo-Mineira.
Along with their technical expertise, ARBED’s engineers brought Luxembourgian ideas of social welfare to the newly established company that eventually became the largest steel producer in Latin America. Against this background, and with the help of diverse textual and visual sources, this research firstly investigates the use of social initiatives as educational tools and ‘technologies of power’ in the process of creating a loyal, obedient, qualified, and productive workforce in Minas Gerais. Secondly, the research attempts to “break down” the master narrative revolving around uncriticized “endless” philanthropy of Luxembourgian engineers in Brazil, extensively present in the contemporary literature, while providing a critical analysis of archival documents and contemporary secondary sources. The concept of ‘corpornation’ – a sort of hybrid society established in Brazil by steel barons – will be introduced as the framework within which the above mentioned efforts of making the productive workforce will be addressed.