Politik – Wissenschaft – Verwaltung Staatlichkeit in der Schweiz 1960-1990

Die politische Programmatik in der Schweiz während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch das Primat der Stabilität – gleichzeitig lässt sich jedoch ein tiefgreifender Wandel von Staatlichkeit feststellen. Einen zentralen Austragungsort für diese Entwicklungen stellen die öffentlichen Verwaltungen dar, deren inhaltliche Aufgabenfelder, strukturelle Kompetenzen sowie kommunikative Praktiken sich beständig und gründlich verändert haben. Gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass auch neue Formen der Interdependenz zwischen Politik und Wissenschaft die Praktiken und das Selbstverständnis der Verwaltungen wiederum beeinflusst haben. An der Tagung werden der Umfang sowie die Folgen dieser Veränderungen von Verwaltungshandeln im Hinblick auf die Kräfteverhältnisse zwischen (und innerhalb) staatlichen, zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren für das politische Mehrebenensystem der Schweiz historisch aufgearbeitet und diskutiert. Gerade im fokussierten Zeitraum, im Übergang von einem Höhepunkt empirischer Sozialwissenschaften sowie politischer Steuerungs- und Planungseuphorie zu Accountability-Regimen neoliberaler Ausprägung, scheint dezidiert ein Ausbau und eine Verstetigung von spezialisiertem Wissen innerhalb der öffentlichen Verwaltungen zu beobachten zu sein. Dabei stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen und politischen Möglichkeitsbedingungen, Mechanismen und Folgen hinter diesem Wandel auszumachen und wie diese staatspolitischen und wissensspezifischen Transformationsprozesse zu analysieren, zu beschreiben und zu interpretieren sind.

Weitere Informationen zum Programm findest du hier: Tagung_Staatlichkeit

Anmeldungen zur Tagung werden erbeten an Lucien Criblez, Christina Rothen und Thomas Ruoss bis am 20. März 2016: hc.hz1508528800u.efi1508528800@tiek1508528800hcilt1508528800aats_1508528800gnuga1508528800t1508528800